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Die etwas andere Siegerehrung

Artikelfoto2Am Sonntag 9 Uhr fand die Siegerehrung der Wettkämpfe auf dem Hauptmarkt in Bautzen statt. Mit ein paar Bienen machten wir uns auf den Weg dahin um unsere Medaillen für den 3. Platz stolz entgegenzunehmen. Pünktlich zu den Eröffnungstönen einer Feuerwehr-Blaskapelle kamen wir an und nahmen gespannt zwischen den anderen Teilnehmern platz. Viele Mitstreiter aus den unterschiedlichsten Disziplinen wurden geehrt.
Endlich war es soweit… „nächste Disziplin Löschangriff Frauen“ hörten wir durch das Mikrofon. „Platz 3“, erwartungsvoll und mit jeder Menge Stolz standen wir auf um in Richtung Bühne zu gehen, „… ist mit einer Zeit von 36,444 sec. Drauschkowitz“. Drauschkowitz??? Sind wir etwa Platz 2??? Mit riesen Augen und pochenden Löschbienenherzen sahen wir uns an. „2. Platz mit einer Zeit von 33,134 sec. Großolbersdorf“. Hä??? Jetzt verstanden wir gar nichts mehr. Platz 1 überhörten wir dann völlig (es waren die Mädels der Feuerwehr Guttau mit einer Zeit von 30,865 sec. – Glückwunsch Mädels und Respekt!). Aber was war passiert? Sind wir disqualifiziert worden? Sind wir doch nicht so schnell gewesen? War es vielleicht doch nicht die Siegerehrung vom Löschangriff der Frauen? Hatten wir etwas verwechselt, oder haben die etwas verwechselt? Langsam setzten wir uns wieder hin. Den Rest der Siegerehrung verbrachten wir mit wilden Telefonaten. Vielleicht hatte ja jemand die Liste mit den Zeiten am Vortag abfotografiert.

Der Rest der Siegerehrung ging wie ein Film an uns vorbei.

Als sich die obersten Feuerwehrhäuptlinge bei allen bedankt und verabschiedet haben, machten wir uns auf zum Nebeneingang der Bühne. Dort fingen wir den nächst besten der Listen in der Hand hatte ab und schilderten ihm unser „kleines Problemen“. Wild wurde in den Listen geblättert… und da stand es: Löschangriff Frauen Friedersdorf/GR Wertungszeit 35,83 Sekunden – wir waren Platz 3! Das Chaos war perfekt. Wir standen zwischen wild umherlaufenden Feuerwehrhäuptlingen und einer Blaskapelle die gerade Ihre Instrumente aufbauen wollten am Nebeneingang der großen Bühne, auf der wir eigentlich vor  einer halben Stunde hätten stehen sollen.

Die ausgedruckten Listen und die handgeschriebenen Zettel vom Vortag wurden mit den Zeiten im Laptop verglichen. Es bestand kein Zweifel. Bei der Siegerehrung der Sachsenmeisterschaft Bautzen Löschangriff Frauen ist es zu einer Verwechslung mit großem Ausmaß gekommen. Als auch der letzte davon überzeugt war, wurde über das Mikrofon die Feuerwehr aus Drauschkowitz ausgerufen – keiner kam. Die Mädels saßen nämlich schon im Auto und waren dabei abzureisen.

Den Feuerwehrhäuptlingen war dieser Fauxpas furchtbar peinlich. Schnell wurden uns die übrig gebliebenen Blumensträuße in die Hand gedrückt und mit Erklärungen, die sie wahrscheinlich selber nicht verstanden, die Zeit überbrückt. Wir wissen nicht wie sie es geschafft haben, aber plötzlich stand jemand mit unseren Medaillen vor uns.

Immernoch am Nebeneingang der großen Bühne stehend bekamen wir diese nun feierlich überreicht. Mit dem Smartphone wurden noch schnell ein paar Fotos von uns geschossen. Die Einladung auf eine Entschuldigungsgetränk nahmen wir natürlich dankend an.

Den Moment, auf der großen Bühne als drittbeste Frauenmannschaft Sachsens geehrt zu werden, kann uns natürlich keiner mehr geben, aber das Kennenlernen der netten Feuerwehrhäuptlinge von Chemnitz und Leipzig und die lustig erzählten Anekdoten anderer Meisterschaften kann uns eben auch keiner mehr nehmen. Danke dafür, es war schön euch kennengelernt zu haben, wenn auch unter etwas kuriosen Umständen.

Mit einem Schmunzeln auf den Lippen, fuhren wir nach dieser etwas anderen Siegerehrung bepackt mit Medaillen und Blumensträußen nach Hause. Ein unvergessliches Wochenende mit vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen ging zu Ende.

 

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Aufregung pur bei den Sachsenmeisterschaften

ArtikelfotoNachdem die Löschbienen zweimal im Oberlausitz-Cup des Löschangriffs siegten, sollte es nun zu den Sachsenmeisterschaften des Feuerwehrsports nach Bautzen gehen. Bereits im Vorfeld war die Aufregung im Bienenschwarm groß. Wir wussten nicht genau, wer unsere Gegner sind und gegen welche Zeiten wir kämpfen. Haben wir überhaupt eine Chance?  Letztendlich geht es doch auch darum, einfach die Atmosphäre des landesweiten Wettkampfs zu erleben.

Los ging es also, und das bei Zeiten. 08:45 Uhr war Anmeldeschluss. Zwei Bienen erklärten sich bereit vorzufahren. Nur zu dumm, dass ausgerechnet an diesem Morgen eine Biene verschlief. Umso größer war die Erleichterung, als Punkt 08:45 Uhr die Nachricht eintraf: „Angemeldet!“ Der Rest folgte samt Trainergespann mit dem LO. 09:02 Uhr – Plötzlich eine neue Meldung aus dem Stadion Müllerwiese: „Bitte antreten in Dreierreihe!“ – hm, das wird wohl schwierig zu zweit. Doch auch diese Hürde meisterten die Löschbienen bravorös. Aber sind die Bienen per LO pünktlich zum Start da? Es geht ja vielleicht gleich nach der Eröffnung los? 09:24 Uhr traf dann die beruhigende Info ein: „Gegen 12 Uhr geht’s los!“. Puuuh, da können wir ja erstmal durchatmen und ankommen. Gesagt, getan.

Unser Start verzögerte sich. Insgesamt waren 42 Mannschaften da, 35 Männer- und 7 Frauenmannschaften. Wir hatten also ausgiebig Gelegenheit, unsere Aufregung im Zaum zu halten: Wir bestaunten die Vielfalt der Feuerwehrsportdisziplinen. Wir sonnten uns auf der Tribüne. Wir stärkten uns mit Energiewürsten und Powerdrinks. Wir standen, wir saßen und wir warteten und warteten.

13:30 Uhr war es endlich soweit: unser 1. Lauf. Doch die Pumpe wollte nicht so recht. 14:30 Uhr folgte der 2. Lauf. es lag alles optimal am Brett. Die Startklappe fiel, wir waren fix am Brett und schon auf dem Sprung nach vorn, als wir von hektischen „Fehlstart – Stopp, stopp“-Rufen unterbrochen wurden. Was war da bitteschön los? Eigentlich war gar nichts los, es war kein Fehlstart, nur leider hatte das jemand aus dem Publikum wohl anders gesehen… Spätestens hier sehnten wir uns nach der so gut bewährten Lichtschrankentechnik des Löschangriffteams Lawalde, die sämtliche Irritationen und Diskussionen zu Fehlstarts überflüssig macht. So mussten wir uns wieder beruhigen und unsere teilweise ausgezogenen Schläuche zurück aufs Brett bringen und zum 3. mal an die Startlinie. In 35,83 Sekunden waren die Zielkästen gefüllt und bald war klar, dass das der  3. Platz für uns bedeutete. Wir waren überglücklich und entschieden, dass auf jeden Fall ein paar Bienen zur Siegerehrung am Sonntag fahren …

 

Spontaner Sieg in Diehsa

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Wie spontan sind die Friedersdorfer Feuerwehrsportler und -sportlerinnen? Total spontan. Erst am vergangenen Freitag erfuhren wir, dass noch dringend Mannschaften für den erstmalig stattfindenden Feuerwehrlöschangriff im Rahmen des Kinder- und Feuerwehrfestes in Diehsa gesucht werden. Am Samstag Abend hatten sich endlich genug gefunden, so dass wir mit einer gemischten Mannschaft starten konnten: 3 Bienen, 3 alteingesessene sowie 1 ganz neuer Hase.  Am Sonntag halb 12 Uhr trafen wir uns am Feuerwehrhaus. Schnell wurden die Positionen verteilt, das Material auf unseren alten LO geladen und los ging’s. In Diehsa angekommen, stellten wir traurig fest, dass es hier nicht mal was zu essen gab, aber ein kurzes Gespräch mit den Organisatoren genügte und der Grill wurde wieder angeschmissen. Die Zeit bis zur Stärkung nutzten wir zum 1. gemeinsamen theoretischen Training. Am Brett wurden die Schläuche gelegt und geworfen, die geliehene Pumpe beäugt,  verschiedene Taktiken beprochen und Vincent mal eben schnell eine kurze Einführung in den Feuerwehrlöschangriff gegeben und seine Handgriffe an den B-Schläuchen erklärt und gezeigt. 1. Training = 1. Wettkampfeinsatz – das kann wohl kein anderer von sich behaupten. Vier Mannschaften waren am Start. Der Löschangriff wurde mit alter Pumpe und in voller Montur durchgeführt. Wir starteten als Zweiter. Der Aufbau verlief reibungslos. Beim Gang an die Startlinie haben wir beschlossen, wer sich wo hinstellt. Das Startsignal (das unsere Löschbienen-Startklappe war) erklang und wir rannten, zunächst ans Brett, dann die einen weiter zum Wassertank, die anderen in Richtung Zielanlagen. Und da wir vorne alle 3  gleich auf waren – Verteilerhase und Strahlrohrbienen – haben wir die Gelegenheit genutzt und uns unterwegs ausgetauscht, wer denn dann mal wie schnell und wo lang rennen könnte. Vor lauter Quatschen sind wir (fast) übers Ziel hinaus geschossen. Aber die Zielkästen waren auch erstaunlich schnell gefüllt und am Ende stand eine fantastische Zeit von 39 Sekunden, wohlgemerkt mit geliehener, alter Pumpe und einer totalen Neubesetzung, die absolut überzeugte. Kommunikation ist alles!!!
Nach dem Wettkampf gab es dann endlich die Bratwürste und auch den Siegerpokal sowie ein Sektchen aus demselbigen. Unser Nachmittagsprogramm war aber noch längst nicht zu Ende. Weiter ging es auf eine lustige Bootstour und den Höhepunkt bildete die rasante LO-Fahrt durchs Autobahntunnel. Hier lassen wir die Bilder sprechen.

Vielen Dank an die Gastgeber. Es war ein spontaner und doch überaus gelungener Nachmittagsausflug zu euch nach Diehsa. Gerne kommen wir wieder.

Und wir laufen weiter – Gemeindepokal 2014 in Gersdorf

Wie jedes Jahr starteten wir beim Feuerwehrwettkampf um den Gemeindepokal von Markersdorf, der in diesem Jahr am 07.06.2014 in Gersdorf  ausgetragen wurde. Und doch war alles anders …Beim Beladen unseres alten LO ging es sehr ruhig zu, auf der Hinfahrt herrschte ungewohnte Stille, unseren Pavillion und die Klappstühle hatten wir vergessen, ganz zu schweigen vom letztjährig gewonnenen Wanderpokal der Löschbienen. Bei den Vorbereitungen zu den Läufen klopften wir uns gegenseitig aufmunternd auf die Schultern und nahmen uns tröstend in die Arme.

Und dann liefen wir … solide 38 er Zeiten. Die Friedersdorfer Männer belegten den 3., die Löschbienen den 4. Rang in der Gesamtwertung.Platz 1 ging an die Jauernicker Männer mit einer Zeit von 36,7 knapp vor Pfaffendorf. Herzlichen Glückwunsch. In der Einzelwertung der Frauen holten die Löschbienen erneut den Wanderpokal nach Friedersdorf.

Nach der Siegerehrung erklang unsere Hymne „An Tagen wie diesen“ – wir fanden uns alle im Kreis zusammen und tranken gemeinsam aus unserem Pokal. Ein tiefes Zusammengehörigkeitsgefühl machte sich breit und gab uns allen Halt.

Hübi, wir vermissen dich und laufen für dich weiter!