Friedersdorf liegt im Ostlausitzer Hügelland und Neißegebiet in der Mitte des Kreises Görlitz und gehört zur Gemeinde Markersdorf. Das Dorf erstreckt sich im Tal des Friedersdorfer Wassers, ist etwa 4 km lang und weist einen Höhenunterschied von ca. 70 m a:uf. Die tiefsten Bereiche sind mit ca. 250 m NHN an der Kläranlage in Richtung Markersdorf und die höchsten mit ca. 320 m NHN am Ortsausgang in Rich- tung des Großen Nonnenwaldes zu finden. In unmittelbare Umgebung des Dorfes erreichen die Geländehöhen 397 m NHN auf dem Friedersdorfer Berg und ca. 345 m NHN auf dem Tannen- oder auch Tanzberg. Landschaftlich werden das Umland und das Dorf selbst von sanft geschwungenen Höhenrücken geprägt, in die sich kleinere Bachläufe Kerbtäler eingeschnitten haben. Aus der Talachse erstreckten sich die für ein Waldhufendorf namensgebenden ,,Hufen“ in der. Regel leicht geschwungen über die Acker und Weideflachen einer jeden Bauernwirtschaft. An deren Ende befanden sich meist die bäuerlichen Waldstücke. Von diesen Strukturen zeugen heute lediglich wenige Feldwege und einzelne Nutzungsgrenzen.

Das Friedersdorfer Wasser entspringt am südlichen Dorfende und fließt in der Hauptachse des Dorfes. Der Bach verlässt Friedersdorf am nördlichen Ortsausgang an der Kläranlage, bevor er nach knapp 7 km in Markersdorf in den Weißen Schöps mündet. Das Friedersdorfer Wasser fließt in weiten Abschnitten in seinem natürlichen Bett und speist einen Großteil der 28 noch vorhandenen Teiche des Dorfes. Zu seinem Einzugsgebiet gehören mehr oder weniger ganzjährig schüttende kleine Rinnsale, die v.a. im Frühjahr bei der Schneeschmelze einen großen Anteil an der Zunahme des Durchflusses im Verlauf des Baches haben. Bei starken Regenereignissen oder schneller Schneeschmelze lassen sich Wasserläufe erkennen, die durch die Melioration und Verrohrung oberirdisch verschwunden sind. So müssen in früheren Zeiten in den in die Hügel eingeschnittenen Senken jahreszeitliche Bäche existiert haben. Als Quelle des Friedersdorfer Wassers wird der sogenannte Stenkerborn bzw. Stänkerbrunnen angesehen, der bereits in Karten im 18. Jahrhundert verzeichnet ist. Der Name rührt vermutlich von ,,im Stein gefassten Brunnen“ her. Andererseits wird im westböhmischen Gebiet die Bezeichnung für gashaltige, „stinkende“ Brunnen verwendet.